Tja, wie heißen diese Teile bloß? Da sieht man mal, wie wichtig gutes Marketing ist. Nun, ich sah dieses Gerät erstmals in dem Film “
Diva” (1981, siehe Bild). In den 70er und 80ern waren sie recht populär, doch dann verschwanden sie komplett von der Bildfläche. Warum? Nun, nichts Genaues weiß man nicht. Manche sagen, die Inhaltsstoffe waren giftig, andere vermuten Brandgefahr.
Das hält einen echten Zeukster natürlich nicht davon ab, so etwas selbst zu bauen – kaufen kann man die Dinger ja nicht mehr so ohne weiteres. Womit wir bei der Bezeichnung wären. Denn wonach soll man denn googeln?? Hierzulande nannte man sie gerne “Diva Wippe” (s.o.) oder "Wellen Wippe", im angloamerikanischen Raum war/ist “Tranquil Tide Machine”, “Lava Wave Machine”, "Wave Motion Machine" oder “Brand Wave” üblich.
Diese kann man bei geschäftstüchtigen (aber vielleicht etwas sehr optimistischen)
eBay-Bastlern für 10.000 Dollala kaufen. Oder 1.500€ für einen
Profi-Wasserwellenkanal ausgeben. Oder man folgt
dieser Anleitung des Illinois Institute of Technology. Die basteln so etwas, um die unterschiedliche Dichte von Flüssigkeiten anschaulich zu machen.
Materialien: Ein großer gläserner Behälter, Wasser oder Alkohol + Lebensmittelfarbe als blaue Flüssigkeit, Öl oder Verdünner als klare Flüssigkeit. Das ist die Billo-Lösung. Und ja, jetzt wo ich es schreibe... Alkohol + Verdünner, das klingt tatsächlich verdammt brennbar. :) Außerdem dürfte Speiseöl irgendwann ranzig werden und sich mit der Lebensmittelfarbe verbinden – sobald ich eine bessere Mischung finde, poste ich das hier.
UPDATE: Baby-Öl scheint sehr gut zu funktionieren. Das besteht, man möchte es kaum glauben, hauptsächlich aus Paraffinöl und ist ein (ungiftiges) Nebenprodukt der Erdölverarbeitung (siehe dazu das
PDF von der Firma/Marke Penaten), ebenso wie die altbekannte Vaseline. Zur
Verwendung von Paraffinen hier noch ein Link zur Wikipedia.