Krass! Ich dachte schon, ich müsste wieder dieses scheiß Notebook auseinandernehmen. Doch dann kam die Erleuchtung im Budni. INTERDENTAL-BÜRSTEN. Das Problem bei einem überhitzten Laptop ist ja in der Regel nicht der Lüfter selbst, sondern es sind die Lamellen, durch die die Luft gedrückt wird. Die sind hauchdünn, aber trotzdem erstklassige Staubfänger. Wer ein Billo-Gerät hat, darf dann entweder einen neuen Rechner kaufen oder mit beiden Armen tief im Gehäuse wühlen. Aber mit den Bürsten geht das ja sowas von schnell und einfach – alter Schwede! Nicht das Win10-Update war schuld an den Lüftergeräuschen: Kurz durchgeschrubbt und zack – nichts mehr zu hören, alles schön kühl. Da sieht man mal, was gute Pflege ausmacht, Herr Doktor!
21.8.15
Notebook Lüfter reinigen
28.1.15
3D-Kollagen
Und wieder etwas gelernt: Die Kunst, aus Haufenweise Tinnef eine Skulptur zu machen, nennt man Assemblage. Ein echter Meister dieses Fachs (siehe Bild) ist der Amerikaner Kris Kuksi. Die abgebildete Skulptur ist kleiner, als sie hier evnt. aussieht: Zirka 109 x 83 x 30 Zentimeter, um genau zu sein. Andere Beispiele hatte ich in diesem Posting am Wickel: Also zB die Franzosen, die Strände nach Plastikmüll absuchen und daraus kleine Kunstwerke zaubern und die Dame, die mit Knöpfen alte Meister interpretiert. Nur dass ich damals halt nicht wusste, wie das heißt. Kurzum: In Zukunft werden keine Ü-Eier-Figuren mehr weggeworfen - egal wie scheiße sie sind!
8.11.14
Wassertransferdruck
Wer sich schon Mal (wie ich) gefragt haben sollte, wie man Autofelgen oder Handy-Schalen mit einer Wurzelholz-Optik versieht, das ist die Antwort: Wassertransferdruck oder “Water Transfer Printing”. Da kann man auch mal seine Hand reinhalten, ob das dann mit einer Ladung Spüli wieder abgeht, bezweifle ich mal. Im Grunde ist das Verfahren mit den guten, alten Abziehbildchen (genauer: Wasserschiebefolien bzw. “Decals”) verwandt – die kennen wir aus unserer Kindheit, als Tatoo zum Aufkleben. Oder aus dem Modellbau.
25.10.14
Cut-Out T-Shirts

Nur ein Beispiel von unzähligen (schaut euch den Link mal in Ruhe an, da sind echt irre Sachen dabei), was man mit einem T-Shirt und einer Schere nicht nur zu Halloween so anstellen kann. Auf der Seiten von WobiSobi wird Schritt-für-Schritt erklärt, wie man vorgeht. Auch dieses Videotutorial von FancyLooks ist sehenswert. Allerdings werden bei allen Anleitungen die ich sah, immer Scheren benutzt. Das finde ich ziemlich nervig, gibt es doch eine viel schönere Alternative zu dem Herumgeschnippel: Den Rollschneider. So etwas benutzen auch die Profis und das Ding kostet 10-20 Euro, ist also SEHR erstrebenswert. Für so filigrane Arbeiten empfiehlt sich die 18mm-Variante.
24.9.14
Strichzeichnung simulieren

Ein befreundeter Grafiker macht aus Fotos im Handumdrehen solche Zeichnungen. Ziemlich cool, finde ich. Er verriet mir, dass er das in erster Linie (!) mit Photoshops “Versetzen”-Filter erzeugt, aber mehr wollte er nicht sagen, der Schlawiner. Er hat da wohl auch etwas gescripted, Illustrator hinzugezogen und lässt das Ganze dann zeichnen, von einem umgebauten Cricut Explore-Schneidplotter. Da braucht man natürlich Vektor-Material. Ich versuche den Prozess in den nächsten Wochen mal aus ihm herauszukitzeln.
20.8.14
Digitaler (Holz)stich
Hatte gerade wieder so einen Retro-Gaming-Koller - um 2:00 Uhr nachts saß ich vor meinem Atari-ST-Emulator (Steem), spielte Infocoms "Moonmist" und träumte von einer Renaissance des Textadventure-Genres... Nebenbei studierte ich die alten Handbücher zum Spiel und kam beim Betrachten der Illustrationen in's Grübeln - wie haben die wohl diese Grafiken erzeugt? Ob man in den 80er Jahren echte Stiche anfertigen ließ? Wohl kaum. Nachdem mir auch gestandenen Grafiker nicht wirklich weiterhelfen konnten, musste es mal wieder das Web richten. Stich = engl. "Engraving" goto Google. Und siehe da: Bei PSDTUTS gibt es ein Photoshop-Tutorial. Und Andromeda haben den Cutline-Filter im Angebot.
22.6.14
Kreide-Kunst

Wer hätte zu Schulzeiten gedacht, dass eine Tafel SO aussehen kann… Kreidekünstler wie Valerie McKeehan führen die alte Kunst der Typografie fort, und das mit einem der ältesten Schreibgeräte überhaupt.
20.6.14
Tablett für unter 30 Euro
Kauftipp: Das Grafiktablett von Trust sieht aus wie ein Spielzeug, ist aber nicht nur die günstigste Möglichkeit auf dem PC zu zeichnen, sondern überzeugt (mich) restlos. Ja, ich hatte auch schon ein Wacom in Betrieb. Doch die Vorteile der kleinen Modelle halten sich schwer in Grenzen. Und mit 400-Euro-Brettern will das Trust ja auch nicht konkurrieren.15.12.13
Metalle ätzen

Im vorherigen Posting ging es um den Bau und das Ätzen einer Platine. Man kann aber noch sehr viel mehr mit Eisen-Chlorid anfangen, als ein paar Leiterbahnen freizulegen. Moritz Wolpert zeigt mit seinem selbstgebauten Steampunk-Synthesizer “Schaltzentrale” in Perfektion, was man auf diesem Weg mit Bronze (Kupfer + Zinn) oder Messing (Kupfer + Zink) anstellen kann (siehe Bild). Die Vorgehensweise ist im Grunde identisch mit der zur Platinen-Herstellung.
5.12.13
Pimp my Acer 5755G!
6,7 (theoretisch) von 7,9? Na, da geht doch was! Mein Acer Aspire 5755G war vor einigen Tagen noch komplett hinüber, schaltete sich nach 1-2 Minuten ab, spielen war natürlich nicht mehr möglich. Nun war ich mit diesem Notebook (2011 für 490€ gekauft) SEHR zufrieden, i5 + Nvidia 540M reichen selbst für “Assassins Creed 4 - Black Flag”. Zumindest in PS3-Grafik (720p etc.) läuft das Bestens.
25.10.13
Alufolie ätzen
Schönes Ding: Statt Eisenchlorid, Natriumpersulfat oder Hastenichtgesehen, ätzt der Kerl einfach Alufolie mit Tafelessig. Ich finde schon die Idee als solche bemerkenswert und würde mir das Alufolien-Motiv direkt an die Wand kleben (oder ein Schild daraus basteln oder so). Aber man kann das dann tatsächlich auch für eine Lithografie bzw. Radierung benutzen. Wenn man denn eine Druckpresse im Keller stehen hat.
Hm… Wenn man nun die Alufolie auf Kunststoff aufklebt und statt Essig einfach Rohrfrei (NaOH, Natriumhydroxid, Ätznatron) drüberschüttet… :-) Na, jedenfalls kann man mit NaOH prima Alu ätzen, wie dieser Sportsfreund demonstriert.
In diesem Posting hatte ich bereits die Ätztechnik im Modellbau angerissen, hier ist die Platinenherstellung ein Thema und auf ähnliche Art und Weise stellt man Stempel her.
18.4.13
Tiefziehen
Meines Erachtens eine der cleversten DIY-Lösungen zum Tiefziehen von thermoplastischen Kunststoffen: Die Hitze kommt hier von unten. Mal abgesehen davon, dass Hitze nun mal aufsteigt (und die sonst üblichen Top-Down-Lösungen daher nicht wirklich Sinn machen), lässt sich die erwärmte Folie dann viel leichter verwenden – ab 8:05 sieht man den Vorteil. Bevor der Kunststoff auch nur ansatzweise abkühlen kann, ist er schon auf der Form und verwandelt sich in ein Suspensorium :)
Wer das Wort “Tiefziehen” hier zum ersten Mal liest: So stellt man zum Beispiel 1A-Stormtrooper-Rüstungen her…
Bei kleineren Teilen lohnt es sich auch, das Tiefziehen mit 3D-Druck zu kombinieren. Man bastelt also etwas mit den Tools, die u.a. AutoDesk online gestellt hat, bestellt dann bei Shapeways & Co den Druck, erzeugt daraus eine Silikonform und benutzt die, um Vorlagen für das Tiefziehen zu erzeugen. Auch das demonstriert der Herr von XRobots.co.uk ganz vortrefflich.
1.3.13
Erklärvideos
Ja,ja, Originale. Schön erklärt von simpleshow.com. Das Dumme: Die Stuttgarter Firma, deren Logo ein “Das Original”-Stempel ziert, wurde 2008 gegründet. Und CognitiveMedia 2004. Und der Look ist schon SEHR ähnlich. Die Produktionen des englischen Unternehmens gefallen mir - vor allem wenn man mehrere hintereinander ansieht - deutlich besser, weil hier wirklich “live” gezeichnet wird. SimpleShow klatscht im Grunde nur vorgefertigte ClipArt per Stop-Motion-Animation zusammen. Sehr professionell, gar keine Frage. Und durch seine simple Fließband-Struktur natürlich auch sehr erfolgreich. Aber original ist für mich was anderes.
24.2.13
3D-Schreiber
Der feine Verwandte der Heißklebepistole und die grobschlächtige Version eines 3D-Druckers: Der 3Doodler! Zur Zeit bei Kickstarter im Angebot. 30.000 Dollar wollten die beiden Jungs (Pete & Max) aus Boston haben, knapp 1.800.000 haben sie bisher bekommen - und dabei läuft das Spenden-Sammeln noch 28 Tage. Es scheint also Bedarf zu geben. Wem die hässlichen Plaste-Espressotassen (aka Sondermüll) der 3D-Druck-Community noch viel zu sinnvoll erscheinen, dürfte hier voll begeistert ein paar Dollar spenden. Immerhin: Das Gerät verdaut auch Bio-Kunstoff.
22.2.13
Masken aus Papier
6.9.12
DIY Glasplatine
Charles Lohr zeigt hier, wie man eine Platine von Grund auf selbst herstellt. Er kaufte also keine Fotoplatine, sondern nahm einen Objektträger, etwas Kupferfolie (0,003 cm dünn!) und verband die beiden Materialien mit etwas, dass ich noch nicht kannte: UV-Kleber. Den benutzten vor kurzem nur Zahnärzte, nun gibt’s so etwas von der deutschen Firma Bondic – für jedermann.
Was dann folgt, ist im Grunde eine Radierung: Das Ätzen von Kupferplatten wird seit Anfang des 17. Jahrhunderts praktiziert, unter anderem vom Rembrandt. Eisenätzradierungen (mit Essig und Salz) sind sogar schon aus dem Jahr 1513 bekannt.
Was man damals natürlich noch nicht kannte, ist die Toner-Transfer-Methode. Charles braucht also gar keine Fotoplatine mit UV-empfindlicher Schicht, da er den Schaltplan ausdruckt (Laser), aufbügelt (er benutzt zusätzlich einen Laminator) und anschließend mit Wasser freilegt. Durch die Hitze verbindet sich der Lasertoner mit dem Metall, alles andere lässt sich abwaschen und wegätzen. Letzteres erfolgt in einer Eisen-chlorid-Lösung (FeCl).
Nach der Reinigung erfolgt die Bestückung mit den Bauteilen. Charlie benutzt Lotpaste, die er mit einer Heißluftpistole verarbeitet. Könnte mir vorstellen, dass das aber auch mit einem umgedrehten Bügeleisen (als Heizplatte) funktioniert (gemacht habe ich das aber noch nie).
Mehr zum Thema Ätzen von Metallen im nächsten Posting.
4.1.12
Papierkunst
Es verblüfft mich immer wieder, wieviel Zeit, Liebe und Können die großen Papercraft- und Papercut-Künstler (auch richtig weit vorne: Der Däne Peter Callesen) in ihre Projekte investieren. Neben diesem unglaublichen Kurzfilm der Geschwister Martin und Line Andersen sind auch die Werke des Amerikaners Brian Dettmer schwerst beeindruckend. Der “Bücherchirurg” schnitzt aus alten Büchern 3D-Kunstwerke, Seite für Seite. Es sagt, dass der Skulptur später nichts hinzugefügt würde, und seine Werke ohne allzu große Vorplanung, aus dem Bauch heraus entstehen. Das ist angesichts der Beispiele (siehe Link) kaum zu glauben. Aber ich mach’s einfach mal.
26.9.11
Plunder-Kunst

Jane Perkins bastelt Gemälde aus Knöpfen und anderem Zeug, das sie so beim Aufräumen findet. Das britische Blättchen The Sun nennt so etwas dann “Rubbish-Art”. Das Ganze erinnert ein wenig an Clean Art Planet, wo Franzosen die Strände nach Müll absuchen und daraus ebenfalls Kollagen anfertigen. Und irgendwie ist es auch verwand mit dem “Junk Dawer”-Fotos von Brittny Badger und der “What’s in your Bag”-Gruppe von flickr und dem Schraubverschluss-Selbstportrait von Mary Ellen Croteau und der “New York City Junk Art” von Justin Gignac…
28.7.11
Airigami
Mit viel Geduld und kräftigen Lungen bereichern die Airigami-Luftikusse Larry Moss und Kelly Cheatle die Welt mit ihren Ballonskulpturen. Wie auf dem Bild zu sehen, reden wir hier nicht von den üblichen 0815-Pudeln und primären Geschlechtsmerkmalen. Sondern von bisweilen raumfüllenden Kinderträumen. Aber auch Kleider, oder luftige Versionen von berühmten Gemälden haben die beiden Künstler im Programm.
Schall-Schmuck
Was aussieht wie eine gelungene Bastelei aus Unterlegschrauben, ist eine ziemlich schöne Idee von David Bizer: Er wandelt Sounddaten so um, dass er sie bei Ponoko in Bestellung geben kann. Die Neuseeländer schneiden dann so etwas wie “Ich liebe Dich” in kleine Scheibchen und die fädelt er dann zu einer Halskette, einem Armband oder sonst was zusammen. Schätze er macht einen Screenshot der Aufnahme in einem Programm wie Audacity, zeichnet die Kurve mit einer Vektorgrafik-Software wie Incscape nach und benutzt die Lathe-Funktion eines 3D-Programms, um daraus ein solides Objekt zu generieren. Oder so.
Update: Hier benutzen die Geek & Sundry-Leute diese Technik, um einen TIE-Fighter aus der Stimme von HuskyStarcraft (wer immer das sein mag) herzustellen. Ja, ich weiß. Klingt bekloppt. Hat aber was!