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17.9.16

Mos-Eisley-Game!

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Battlefront (also das neue) macht sicher ein paar Stunden Spaß. Doch dann hat man im Grunde alle Maps gesehen und sehnt sich nach etwas gehaltvollerem wie dem Raumflughafen Mos Eisley... Nun, ein paar Star-Wars-Fans bei Obsidian Entertainment haben genau das mit der kostenlosen Unreal-Engine 4 umgesetzt. Wie krass ist das denn, bitte? Hier könnt ihr mehr erfahren und die 7,6 Gigabyte herunterladen. Das ist aber nur etwas für solide Gaming-PCs - empfohlen werden mindestens 16 GB RAM und eine Nvidia GTX 760 (oä). Bei Auflösungen wie 2560 x 1440 oder 2560 x 1600 ist dementsprechend eine Nvidia GTX 970 (oä) obligatorisch.

Ich könnte mir vorstellen, dass man mit einem Ripper (zum Beispiel dem UE Viewer) dann auch die Daten dieser Demo für eigene Zwecke abgreifen kann... ;-) Nach dem Motto: Wenn EA nicht in der Lage ist, ein vernünftiges SW-Game auf die Beine zu stellen, machen wir's halt selbst!

26.12.15

Minecraft 1984

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Eines der eher weniger bekannten Retro-Games dürfte "Zombie Zombie" für den Sinclair Spectrum sein. Geschrieben wurde es 1984 von Sandy White und Angela Sutherland. White ist ja auch für das monumentale "Ant Attack" verantwortlich, dem ersten 3D- und Survival-Horror-Game überhaupt. Wie man aus diesem Audiokassetten-Spiel die Daten der versunkenen Stadt "Antesher" extrahiert, habe ich hier bereits beschrieben, auf dem gleichen Weg ist nun auch "Zombie Zombie" im 21. Jahrhundert angekommen:

11.4.15

Daten aus Spielen extrahieren

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Wer solche Prachtstücke mal für sich ganz privat tanzen lassen möchte, muss an die 3D-Daten von Ivy aus “Soul Calibur” ran. Den 3D Ripper des Ukrainers Roman Lut hatte ich 2009 bereits vorgestellt, doch der ist nur für den PC geeignet und etwas picky: Er beschränkt sich auf DirectX8/9-Daten. Das ist doof und deshalb machte ich mich auf die Suche nach Alternativen, die diesbezüglich etwas lockerer sind und auch Software von Playstation, Wii oder PSP zerpflücken können. 

9.4.15

DJI Inspire 1 Drone

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Bisher konnten mich Dronen nicht wirklich begeistern. Aber was DJI da an den Start gebracht hat, ist der Oberhammer. Und in diesem Video von Tested bekommt man wirklich einen guten Überblick über die Möglichkeiten (hier der offizielle Launch-Event). Das Ding startet automatisch, verwandelt sich in einen Bird of Prey und wenn Lumpi nach Hause kommen soll, reicht ebenfalls ein Knopfdruck. Eine Stunde Flugzeit, eine 4K-Kamera, die sogar die doch etwas billig wirkende Weitwinkel-Krümmung rausrechnet, zwei Fernbedienungen für Pilot und Kameramann, Alter, das Ding ist einfach perfekt. Da muss auch Adam “Mythbuster” Savage vor Begeisterung seinen Schlüppi auswringen.

12.3.15

Star Wars Battle Pod

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Schöne Idee: Team VVV schnallte sich ne GoPro um den Kopf und spielt ne Runde in dem neuen Mega-Spielautomaten “Star Wars Battle Pod”. Sehr geil, das Teil. Fragt sich, wie man so etwas im Partykeller umsetzt. Der Oberhammer wäre ja auch, wenn man dann noch mit 3D arbeitet…

Eigentlich sollte das mit drei 3D-Kurzdistanzbeamern möglich sein. Stückpreis zur Zeit 860€, ok, aber dafür in 3x FullHD und stereoskopisch! Aktuelle PC-Hardware sollte damit fertig werden, zur Not eben mit zwei GTX-970-Grafikkarten im SLI Verbund (je ca. 370€). Zwei 660 ti (je 185€) sollten aber auch reichen.

2.3.15

Blade Runner Papercraft

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So, “Blade Runner” bekommt also ne Fortsetzung. Was für eine Scheißidee. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren. Was das Original betrifft, so gibt es vor allem ein Objekt der Begierde und das ist der Spinner (siehe Bild). Die wenigen käuflichen Bausätze sind unerschwinglich, nur die japanische Collectors-Box bietet ein krasses 23,5cm-Modell, und, oh Wunder, auch die allergeilste Papercraft-Version kommt aus dem Land der aufgehenden Sonne. Vielleicht muss man da mit Photoshop noch mal drüber, weil das Ding nicht so schön dörti ist wie in dem abgebildeten Rendering, aber sonst: Unfassbar, das Teil!

12.6.14

Little Big Planet

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LittleBigPlanet-63Die beste Spiele-Serie aller Zeiten? Für mich gehört diese IP auf jeden Fall dazu. Leider muss man eine Playstation besitzen (PSP, PS Vita, PS3 und seit der E3 auch eine PS4), um diesem wunderschönen, friedlichen, kreativen Zeitvertreib nachzugehen. Es gibt allerdings den PSP-Emulator PPSSPP (Windows, MacOS, Linux, Android, iOS, Blackberry etc.), den ich an dieser Stelle bereits vorstellte.

8,5 Millionen Level wurden laut Sony-Pressekonferenz (E3) inzwischen gebastelt, und die PS4-Version soll die auch alle verdauen. Wenn ihr den LBP-Editor bisher nur mal kurz angeguckt, dann aber aus Frust niemals richtig benutzt habt: Schaut euch mal diese Seite an, hier stößt man u.a. auf die Videos von LGPlanetorials, die einen guten Überblick über die ganzen Möglichkeiten geben. Inspiration liefert zudem das Playstation Magazine, das einige der besten Eigenkreationen vorstellt. Und nun noch ein Video von liebenswerten Kollegen mit deutlich (!) zu viel Zeit:

8.6.14

Mac Adventures

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Unbenannt
Nein, das ist kein Mac-Emulator à la Mini vMac. Das ist das geniale Werk von Sean Kasun, der die MacVentures von ICOM Simulations - die zu den innovativsten Abenteuern in der Geschichte der Spiele gehören - einfach mal reverse engineerte und in HTML5 bzw. JavaScript umsetzte. Unfassbar. Die Film-Noir-Krimis “Déjà vu” 1&2 (Video), das Fantasy-Abenteuer “Shadowgate” und der Gruselknüller “Univited” (Video) laufen nun also als WebVentures direkt im Browser. Wer auf diese leider nahezu ausgestorbene Spielegattung steht, MUSS hier mal eine Proberunde drehen. Un-be-dingt. Für das optimale Erlebnis mit “STRG” und “+” die Webseite zoomen.

Bei solchen Geniestreichen lohnt es sich auf jeden Fall, genauer hinzugucken. Wer weiß: Vielleicht könnte man ja eine Fortsetzung basteln? Die Source-Codes hat der nette Sean jedenfalls ebenso online gestellt, wie Details zum MacVenture-Filesystem. TOP!

Update: Leider, leider, leider musste Sean die Mac-Disketten aus dem Netz nehmen. Es gibt da wohl eine (releativ neue) Firma namens Zojoi die diese 30 Jahre alten Spiele wieder verhökert. Nun ja. Immerhin sind die beiden einzigen Mitarbeiter ehemalige ICOM-Leute. Ich werde trotzdem mal versuchen, über Dropbox oä. die Sache wieder online zum Laufen zu bringen, denn offline macht die Schose ja mal gar keinen Sinn...

10.3.14

HG2TG-Neuauflage

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Zum 30. Geburtstag des Infocom-Spiels zum Buch von Douglas Addams präsentiert die BBC eine komplett überarbeitete Online-Version des “Hitchhikers Guide to the Galaxy”-Textadventures. Jetzt in wunderbarem HTML5 (statt der alten Flash-Version) und mit einer Online-Tastatur – damit kann man es auch auf einem Tablet spielen. Dazu gibt’s jetzt massenhaft Grafiken von Rod Lord, von dem die geilen Animationen der 80er Jahre Fernsehserie stammen!

Zum Thema Abenteuerspiele (und wie man sie selbst produziert) habe ich 2010 schon mal etwas rausgehauen. Ach ja, und der Film ist auch Bombe. Hier könnt ihr ihn angucken. Und hier in Hi-Def kaufen.

3.3.14

Torpedo Joe!

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Lange (seit 2006? Ist das echt schon so lange her?!) nicht gespielt, aber im Vergleich zu 90% der Android-Games ist das doch absolutes Daddelgold: “Torpedo Joe” von Joe Cartoon. Aus der Zeit, als Flash noch cool war. Also schon aus historischen Gründen unbedingt empfehlens- und erhaltenswert.

Keine Ahnung, warum der Mann das nie als App auf den Markt gebracht hat… Inzwischen ist es sogar von der Homepage verschwunden (jedenfalls finde ich es nicht). Wer es mal Fullscreen spielen will: Ich hab es in meine Dropbox gestellt (rechter Mausklick auf den Link + “Speichern unter…”). Viel Spaß!

PS: Um an die Delfine ranzukommen, muss man die Maustaste gedrückt halten (das lädt die Kanone auf) ;-)

27.11.12

Ultima 1 Longplay

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So, ich sach mal: Georgc3 hat eindeutig zu viel Zeit. Ich bin zwar von Reinhard Klinksiek (formely known as DerSchmuh) einiges an 8Bit-Longplays gewöhnt, aber ZEHN STUNDEN AM STÜCK hat der auch nicht im Programm (soweit ich weiß). Nun ist das aber wirklich ein Spiel, das auch meine Kindheit ruinierte, deshalb poste ich das hier mal. :)

16.10.11

LED-Kamin

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NICE: Die banana Design Labs haben einen minimalistischen Kamin-Simulator-Simulator gebastelt. Die 9V-Batterie dient gleichzeitig als Standfuß, als Verpackung dient eine Zigarettenschachtel, wenn ich das richtig sehe. Der Preis ist allerdings ne Frechheit: Knapp 18 $ kostet der Spaß bei Amazon.com. Da basteln wir uns das dann doch lieber selbst – schließlich kann man ein komplettes Arduino-Board aus Pappe/Papier aufbauen. Eine Anleitung ergänze ich hier später…

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21.9.11

Wellen-Dings

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Tja, wie heißen diese Teile bloß? Da sieht man mal, wie wichtig gutes Marketing ist. Nun, ich sah dieses Gerät erstmals in dem Film “Diva” (1981, siehe Bild). In den 70er und 80ern waren sie recht populär, doch dann verschwanden sie komplett von der Bildfläche. Warum? Nun, nichts Genaues weiß man nicht. Manche sagen, die Inhaltsstoffe waren giftig, andere vermuten Brandgefahr.

Das hält einen echten Zeukster natürlich nicht davon ab, so etwas selbst zu bauen – kaufen kann man die Dinger ja nicht mehr so ohne weiteres. Womit wir bei der Bezeichnung wären. Denn wonach soll man denn googeln?? Hierzulande nannte man sie gerne “Diva Wippe” (s.o.) oder "Wellen Wippe", im angloamerikanischen Raum war/ist “Tranquil Tide Machine”, “Lava Wave Machine”, "Wave Motion Machine" oder “Brand Wave” üblich.

Diese kann man bei geschäftstüchtigen (aber vielleicht etwas sehr optimistischen) eBay-Bastlern für 10.000 Dollala kaufen. Oder 1.500€ für einen Profi-Wasserwellenkanal ausgeben. Oder man folgt dieser Anleitung des Illinois Institute of Technology. Die basteln so etwas, um die unterschiedliche Dichte von Flüssigkeiten anschaulich zu machen.

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Materialien: Ein großer gläserner Behälter, Wasser oder Alkohol + Lebensmittelfarbe als blaue Flüssigkeit, Öl oder Verdünner als klare Flüssigkeit. Das ist die Billo-Lösung. Und ja, jetzt wo ich es schreibe... Alkohol + Verdünner, das klingt tatsächlich verdammt brennbar. :) Außerdem dürfte Speiseöl irgendwann ranzig werden und sich mit der Lebensmittelfarbe verbinden – sobald ich eine bessere Mischung finde, poste ich das hier.

UPDATE: Baby-Öl scheint sehr gut zu funktionieren. Das besteht, man möchte es kaum glauben, hauptsächlich aus Paraffinöl und ist ein (ungiftiges) Nebenprodukt der Erdölverarbeitung (siehe dazu das PDF von der Firma/Marke Penaten), ebenso wie die altbekannte Vaseline. Zur Verwendung von Paraffinen hier noch ein Link zur Wikipedia.

23.1.11

Magic Sand

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Was man mit Sand so anstellen kann, habe ich schon mal in diesem Posting erwähnt, aber einen Nachschlag hab ich noch, der da nicht so wirklich reinpasst: Wasserscheuer Sand. Das wird auch als "Aqua Sand" unter die Leute gebracht, war ursprünglich zur Bekämpfung von Ölteppichen gedacht und kann selbst produziert werden (Video, PDF). Im Grunde ganz einfach: Erst 'ne ordentliche Schippe in den Ofen, um die Restfeuchtigkeit los zu werden. Und dann schön imprägnieren. Das würde ich draußen machen, denn Imprägniermittel kann die Lunge schädigen. Silikonspray könnte auch funktionieren. Die Profis benutzen Trimethylsilanol. Und wie man mit so einem 5€-Spielkram seinen Lebensunterhalt verdient, zeigt der "Zauberer" Luis de Matos in diesem Video.

10.12.10

Lego Computer

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Der legendäre Mechanismus von Antikythera (MVA) aus Lego - das einzige, was mir dazu einfällt, sind andere analoge Computer. Der "Knowhow-Computer" des WDR Computerclubs zum Beispiel, der eigentlich nur aus einem Blatt Papier und ein paar Streichhölzern besteht. Oder der Selbstbau von Matthias Wandel: Eine binäre Rechenmaschine aus Holz und Murmeln.

Aber im Vergleich zu der Tatsache, dass Menschen der Antike vor  über 2000 Jahren derart filigrane und hochkomplizierte Apparaturen gebaut haben ist das natürlich nichts. Man bedenke: 900 n. Chr. wurden  in Europa Kerzenuhren als Innovation betrachtet: Kerzen brannten in einer bestimmten Zeitdauer ab - anhand von Markierungen konnte man die Zeit ablesen. Wie primitiv ist das denn im Vergleich?! Und bis dahin sind ja nun immerhin fast 1000 Jahre ins Land gegangen! Die erste gesicherte Verwendung eines Zahnrades wird Heron von Alexandria zugeschrieben - 200 Jahre nach dem MVA. Und die erste präzise, mechanische Uhr baute John Harrison erst zwischen 1713 und 1759 (und löste damit das "Längenproblem", also die exakte Bestimmung des Längengrades)... Ob diese Diskrepanz mit der Zerstörung der Bibliothek von Alexandria (48 v. Chr., umstritten) zusammenhängt? Oder bestätigt es die These vom "erfundenen Mittelalter"? ;-) Merkwürdig ist das jedenfalls.

20.11.10

Textadventures

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Kickstarter ist immer für 'ne Idee - und die eine oder andere Überraschung gut: Andrew Plotkin, der mich schwer an den Charakter "Frank" aus der Serie "30Rock" erinnert, wollte eigentlich nur 8.000 Dollar. Um ein Textadventure für das iPhone produzieren zu können. Bekommen hat er bisher fast 26.000. Dabei hat er noch 16 Tage Zeit, Geld einzusammeln! Das zeigt doch ganz deutlich, dass es einen Bedarf für die seit Jahrzehnten ausgestorbene Gattung gibt.

Puristen lieben die - mittlerweile unromantisch "Interactive Fiction" getauften - Spiele für das großartige Kopfkino, das sie ermöglichen (weil einem nicht jeder Scheiß als 3D-Rendering um die Pupillen gehauen wird). Und weil sie im Gegensatz zu den Point-n-Klick-Verwandten so herrlich effizient sind. Denn mal ehrlich: Dieses stocksteife Gelatsche mit einer Poser-Figur von einem Bildschirmrand zum nächsten, die Sucherei nach interaktiven Objekten (die einem dann doch von der Leertaste abgenommen wird) - das machte vielleicht auf einem C64 noch was her. Aber eigentlich ist es reine Zeit- und Ressourcenverschwendung. Mindestens 50% der Spielzeit gehen für Gelatsche, Geklicke und dem Nachladen des nächsten Raumes drauf - in dem dann bisweilen von 30 sichtbaren Objekten nur 3 eine Funktion haben. Da ist es doch viel besser "Open Door, go N and get all" einzutippen. Und noch ein lustiges Bildchen von Rick Incrocci (ua "Masquerade") oder Kelly Day ("Dallas Quest") präsentiert zu bekommen.
(klicken für kleine GIF-Anim...)
SDKs für Point 'N Klick Abenteuer habe ich hier schon mal erwähnt. Aber natürlich gibt es auch hervorragende Systeme, um Textabenteuer zu kreieren. Inform ist der Platzhirsch, es basiert auf Infocoms  "Z-machine". Die damit erzeugten Spiele (und alle originalen Infocom-Spiele) laufen dank Interpretern wie  Frotz & Co auf nahezu jedem Rechner, der seit den 90er Jahren jemals auf den Markt kam. Das tolle: Bei Inform7 entstehen Spiele durch die Verwendung (fast) normaler englischer Sätze. Man schreibt also mehr, als das man programmiert. Hier wird das Konzept vorgestellt (Videos). Weniger toll: Bilder sind nicht integrierbar.

Hier noch, als kleines Schmankerl, der Link zum Gilsoft's P.A.W. Worldwide Reservoir. Gilsoft brachte in den 80er Jahren mit "The Quill" den ersten Adventure Baukasten heraus, der dann vom PAW (Professional Adventure Writer" abgelöst wurde. Hunderte (!) von kommerziellen Abenteuerspielen für Spectrum, C64 & Co entstanden mit diesen beiden Ausnahmeprogrammen und PAW gibt's sogar als DOS- und als Windows-Version (hier das Manual vom Autor höchstpersönlich)!

18.11.10

Hydrokolloide

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Den Kram, den Steve Spangler (Egon Spengler wäre mir natürlich lieber gewesen) hier verwendet, kann man bei ihm als "Worm-Goo" und "Worm-Activator" kaufen. Das machen wir natürlich nicht, denn dieser hydrokolloide Effekt wird auch in der Molekularküche genutzt, um "Melonen-Kaviar" oä herzustellen!

Der "Worm-Activator" (die Flüssigkeit in der Schale), ist Calciumchlorid. Ein extrem vielseitiges Salz, das ganz natürlich in Salzsolen gewonnen werden kann - oder durch die Reaktion von Salzsäure mit Kalk (enthalten in Muscheln, Knochen und Kreide zB). Es hört auch auf den Namen E509 und ist somit ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff. In dieser Funktion dient es als Geschmacksverstärker, zur Trinkwasseraufbereitung, Oberflächenbehandlung von Obst oder Gerinnung von Eiweißen - zum Beispiel bei der Herstellung von Tofu oder eben künstlichem Kaviar (hier noch eine schöne Anleitung). Man kann aber auch den Keller damit trocken legen, denn die grobkörnige Variante des Salzes schlummert in den Tüten handelsüblicher Luftentfeuchter.  Es dient zudem als Frostschutzmittel, Streusalz oder Abbindebeschleuniger in Beton. Damit nicht genug: Die wasserfreie Variante wird zur Erwärmung von Instantgetränken genutzt, da es mit Wasser EXOtherm reagiert. Wasserhaltiges  Calciumchlorid (mit Kristallwasser) löst sich wiederum ENDOtherm in Wasser - ergibt also eine sog. Kältemischung (siehe diese Versuchsreihe zur Lösungsenthalpie).

Das "Worm-Goo" ist Alginat (oder Natriumalginat), das Salz der Alginsäure. Hergestellt wird es aus Braunalgen. Die Gewinnung durch "Trawler, die den Meeresboden abernten", bereitet mir allerdings Sorgen. Stichwort: "Beifang". Naja, jedenfalls macht mit dem daraus resultierenden Pulver der Zahnarzt seine Abdrücke, man kann es auch im Bastelbedarf als "Abformmasse" bekommen. In der Lebenmittelindustrie wird es unter der Bezeichnung E401 u.a. für die Herstellung von, igittigitt, Formfleisch (also als "Fleischkleber") genutzt. 500g kosten bei diesem Händler keine 8€ (keine Ahnung, ob das jetzt Lebensmittelqualität ist!)

Zum Thema noch ein paar Links:
  • Ein eBook mit Hydrocolloid-Rezepten gibt es bei blog.khymos.org
  • Bosfood hat alles zum Molekularen Kochen, auch Natrium-Alginat
  • Mein Posting zum Thema Slime" & Co und Brennpaste (beides sind ebenfalls hydrokolloide Anwendungen!)
  • (weitere folgen...)

13.11.10

Acer Revo Spiele

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Dual Atom und ION-Chip reichen nicht zum Spielen? Von wegen. Wer nach den Top-Titeln der Jahre 2002-2008 Ausschau hält, findet schnell sehr hochwertigen Daddelkram, der auch auf einem Revo 3610 geschmeidig läuft. Natürlich muss man öfters Detailreichtum und Auflösung herunterschrauben. Aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch - kommt halt auch auf das Spiel an. Wenn da das Prinzip stimmt, braucht man kein Quadcore-SLI-System. Und sowas wie "Resident Evil 5" oder "GTA 4" sehe ich mir bei YouTubern wie Chocobotamer in 720p an. Das macht manchmal mehr Laune, als selbst zu daddeln.

Grundsätzlich muss natürlich das fehlende optische Laufwerk kompensiert werden. Möglichkeit A: Ein (internes) DVD-LW aus einem alten PC mit einem Adapter-Kabel für knapp 13€ an den Revo anschließen. Dann bei GameCopyWorld nach einem passenden Patch/Crack suchen. Der entfernt den Kopierschutz, das Laufwerk kann dann wieder im Keller verschwinden.

Möglichkeit B: Ihr benutzt folgende Links, um die Spiele direkt auf eure Festplatten zu schaufeln - sie wurden allesamt von mir auf einem Revo 3610 gespielt. Natürlich müsst ihr die Originale auf CD/DVD besitzen, sonst ist das illegal... ;-)
Viel Spaß!

7.10.10

Brettspiele Deluxe

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Szene aus "Codename Titan"
Wer hätte gedacht, dass Brettspiele so verdammt cool sein können: WorldWorks hat Dutzende im Angebot, allesamt selbst entworfen und schon ab 6 Dollar  erhältlich. Der Witz: Diese Spielewelten kann, nein, muss man selbst bauen. Und zwar aus Papier. Für Einsteiger haben sie auch diverse Video-Tutorials reingestellt.

Aus gegebenem Anlass auch  noch mal der Hinweis auf ein älteres Posting zum Thema Schneideplotter, denn die Vorlagen von WorldWorks gibt's teilweise auch als ".GSD"-Dateien (ein spezielles Schneideplotter-Format). Schaut euch auch die anderen "Papercraft"-Einträge mal an - die sollten als Inspiration reichen, um eigene Spielewelten zu entwerfen. Das ist nämlich durchaus machbar. Aber Vorsicht! Was passiert, wenn der Dioramen-Bau komplett aus dem Ruder läuft, zeigt dieser Beitrag: Hier haben ein paar Schweden für ein "Warhammer 40.000"-Szenario eine 3-Zimmer-Wohnung geopfert (man beachte die Tapeten). Auch unbedingt sehenswert: Bei gettheglass.com wurde ein analoges Diorama zu einem digitalen Flash-Game.

BTW: Dank Freshwap könnt ihr - natürlich nur zu Demo-Zwecken - die komplette WorldWorks-Szenerie "SeaWorks: The Legend of Skull Cove" herunterladen (auf der Seite ganz nach unten scrollen oder einfach hier klicken (= Hotfile)).

9.9.10

Indie-Games

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Der Schwede Markus Persson ist ein weiterer Beweis dafür, dass man auch Jahrzehnte nach Atari, C64 und Co mit einem selbst geschriebenen Programm einen gigantischen Knaller landen kann. Während die Spiele-Multis sich mit der Entwicklung von Fortsetzungen und/oder Schlachtplatten begnügen, kommen die wirklich innovativen Ideen ja ohnehin meist aus der Indie-Szene (siehe dazu auch dieses Magazin). Ist ja auch kein Wunder, warten bei solchen Projekten nicht 300 Mitarbeiter auf vier Kontinenten auf ihre Lohntüte. Und so bringt Persson (schwer inspiriert durch das Indie-Game Infiniminer) mit Minecraft ein herrlich altmodisches Sandkasten-Spiel an den Start, das zwar 3D ist, aber trotzdem total pixelig aussieht. Als ob man in ein Spiel der 80er Jahre hineingesaugt worden wäre. Magisch geradezu. So magisch, dass manche regelrecht "auf Mindcraft sind" und die Quader zu unglaublichsten Welten stapeln. Und sich Minecraft-Kostüme schneidern. Nach kurzer Anmeldung kann man diese bewusstseinserweiternde Erfahrung auch gratis auf der Homepage machen (ältere Version). Obwohl die Vorversion gratis und die neue Version noch Beta ist, scheint sich die Sache zu lohnen: Wenn die Daten auf der Webseite stimmen, dann wurden bisher 128.000 Kopien der Beta verkauft, Stückpreis 9,95€ (Finale Version = 20€). Wenn ich das richtig sehe, ist Herr Persson damit Millionär geworden. Gratulation!