21.2.16
Tesla Spulen Spielereien
Wer zum Thema Tesla die volle Packung braucht, findet Infos in meinem älteren Posting zu diesem Thema. Und um die Zauberblitze für die Ewigkeit zu konservieren, bieten sich Lichtenberg-Figuren an. Auch dazu habe ich bereits etwas gepostet.
14.6.15
19 x Smartphone-Recycling
Die exponentielle Entwicklung der Rechenleistung beschert uns unfassbare Möglichkeiten. In den 80er und 90er Jahren ging es noch gemächlich voran, von den 0,98 Megahertz (Mhz) eines C64 bis zu den sieben MHz eines Amiga vergingen immerhin drei Jahre. Doch nun geht es jetzt Schlag auf Schlag; für 160 Euronen bekommt man heute ein Smartphone, das von acht (!) Prozessoren mit jeweils (!) 1400 (!) Mhz angetrieben wird. Das bedeutet allerdings auch, dass ein drei Jahre altes Handy wie das Galaxy S Plus Alteisen ist. Während der C64 heute noch Anhänger hat.
3.6.14
Duct Tape Island!
Die beste Mythbusters-Folge? Na, auf jeden Fall über YouTube nicht zu finden, zumindest nicht in guter Qualität. Beim französischen Dailymotion ist das überhaupt kein Thema – wer also Adam und Jamie in 720p zusehen möchte, wie sie sich mit Duct-Tape (bei uns eher als Gaffer-Tape bekannt) einen Karibikurlaub verschönern… Biddeschööön:
MYTHBUSTERS 2012 - DUCT TAPE ISLAND - Discovery...
Zum Thema Duct-Tape und was es so erfolgreich macht, folgen morgen noch weitere Details. Und was man mit Sekundenkleber alles anstellen kann, habe ich ja bereits hier beschrieben.
27.4.14
Superabsorber
Das ist ja mal 'ne Supersache: Ein Schleimbad für Yuppies von der britischen Firma Gelicity. Handelt es sich dabei um eine produktimmanente Zielgruppenkritik? Eine sinnvollere Zielgruppe als Bankster-Flittchen sind mit Sicherheit Kinder. Und die werden von der Tochterfirma Gelli Baff bedient (ein PDF mit weiteren Infos). Auch JellyBath stellt so ne Pampe her. Wie im Video zu sehen, wird zunächst (Bade-)Wasser in Schleim verwandelt: Von einem Polymer - einem sogenannten Superabsorber.
18.4.14
Sekundenkleber
16.3.14
Mit Moos was los
Der Feind jedes deutschen Garten-Nazis: Moos. Was der eine durch manisches Vertikutieren und massiven Einsatz von Kalk und Chemie vom Antlitz der Erde tilgen will, hegen und pflegen sympathische Zeitgenossen. Denn er sieht nicht nur gut aus und ist bedroht (54 Arten gelten in Deutschland als ausgestorben, 28 als vom Aussterben bedroht, 104 als stark gefährdet und 203 Arten als gefährdet). Moose geben offensichtlich auch auch ne prima Batterie her, wie Fabienne Felder und Dr. Paolo Bombelli von der University of Cambridge mit MOSS FM demonstrieren.
25.10.13
Alufolie ätzen
Schönes Ding: Statt Eisenchlorid, Natriumpersulfat oder Hastenichtgesehen, ätzt der Kerl einfach Alufolie mit Tafelessig. Ich finde schon die Idee als solche bemerkenswert und würde mir das Alufolien-Motiv direkt an die Wand kleben (oder ein Schild daraus basteln oder so). Aber man kann das dann tatsächlich auch für eine Lithografie bzw. Radierung benutzen. Wenn man denn eine Druckpresse im Keller stehen hat.
Hm… Wenn man nun die Alufolie auf Kunststoff aufklebt und statt Essig einfach Rohrfrei (NaOH, Natriumhydroxid, Ätznatron) drüberschüttet… :-) Na, jedenfalls kann man mit NaOH prima Alu ätzen, wie dieser Sportsfreund demonstriert.
In diesem Posting hatte ich bereits die Ätztechnik im Modellbau angerissen, hier ist die Platinenherstellung ein Thema und auf ähnliche Art und Weise stellt man Stempel her.
26.9.11
Wasser-Lampe
Nette Idee, funktioniert allerdings nicht bei Nacht. Aber immerhin: Dunkle Räume können so mit wenig Aufwand und ohne Stromverbrauch ausgeleuchtet werden. So eine Flasche soll einer 50-Watt-Glühlampe ebenbürtig sein. Sie enthält nur Wasser und etwas Bleichmittel – Letzteres hält Ersteres sauber. Mehr isses eigentlich nicht, die Flaschen arbeiten mit Lichtbrechung, leiten das Sonnenlicht also in die Innenräume um.
Plunder-Kunst

Jane Perkins bastelt Gemälde aus Knöpfen und anderem Zeug, das sie so beim Aufräumen findet. Das britische Blättchen The Sun nennt so etwas dann “Rubbish-Art”. Das Ganze erinnert ein wenig an Clean Art Planet, wo Franzosen die Strände nach Müll absuchen und daraus ebenfalls Kollagen anfertigen. Und irgendwie ist es auch verwand mit dem “Junk Dawer”-Fotos von Brittny Badger und der “What’s in your Bag”-Gruppe von flickr und dem Schraubverschluss-Selbstportrait von Mary Ellen Croteau und der “New York City Junk Art” von Justin Gignac…
17.7.11
MIDI über WLAN
Gestern Nacht überkam mich plötzlich das Verlangen, mit meinem Smartphone Musik zu komponieren. Nach einigem Herumgedaddel mit dem Android-Sequenzer “ULoops Studio Lite” blieb ich dann bei “My Piano” von Borce Trajkovski hängen. Das ist übersichtlich, klingt gut und hat, wie ein Durchstöbern des Menüs zu Tage brachte, “Midi over Wifi”. Das ist genau das, wovon ich seit Jahren träume. Diesen Traum erfüllt hat mir Tobias Weyand von der Rheinisch-Westfaelische Technische Hochschule Aachen. Von ihm stammt die Bibliothek zu DSMI (bzw. DSWifiMIDI), die Borce in seiner App benutzt, um sein Piano mit einem Computer zu verbinden. Ich kann also mit meinem Telefon einen Sequenzer wie Propellerhead Reason ansteuern. Oder Cubase. oder oder oder.
Alles, was man dazu braucht, ist der DSMI-Server für den PC. Also einfach die Windows-Version (DSMI gibts auch für MacOS und Linux) bei Google Code herunterladen, installieren und schon kann es los gehen! Hier noch ein Video, in dem ein NintendoDS mit “Garage Band” zusammenarbeitet:
Wie die Zusammenarbeit mit Propellerhead in der Praxis aussieht, füge ich die Tage hier noch ein... Es sieht zum Beispiel so aus, als müsste noch Daniel Schmitts LoopBe1 heruntergeladen und installiert werden, damit das alles unter Windows funktioniert. Na, mal gucken.
6.7.11
Styroporschneider
3.7.11
Computerfriedhof
Ganz klar: 8-Bit Legenden wie Apple II oder C64 schmeißt man natürlich nicht weg und nimmt sie auch äußerst ungern auseinander. Weniger Pietät zeigen die meisten User allerdings gegenüber alten PCs. Das man aus den 0815-Gehäusen (und Innereien) aber durchaus etwas wirklich Schönes basteln kann, demonstriert der polnische Künstler Marek Tomasik. Er hat in der alten Burg von Świecie in dreijähriger Arbeit einen Raum aus hunderten von PC-Teilen gebaut - der feuchte Traum eines jeden Geeks, würde ich mal sagen.
30.5.11
Kondensatoren
Hier noch ein schönes PDF mit etwas Geschichte der Elektrizität. Die Leidener Flasche (uä Geräte) wurden zunächst zur Demonstration von Stromschlägen („Kleistscher Stoß“) eingesetzt. Erst später als Stromquelle für naturwissenschaftliche Experimente: Benjamin Franklin verband eine Leidener Flasche über einen Draht mit einem Drachen, den er in den Himmel steigen ließ, um die Ladung von Gewitterwolken auf eine Leidener Flasche zu übertragen - u.a. verewigt im Klassiker "Day of the Tentacle":
Um zum Beispiel eine Tesla-Spule - und damit eventuell eine Lichtenberg-Skulptur - herzustellen, braucht man viele Volt und genau die kann man in einem Kondensator speichern. Die Herstellung ist einfach, aber nicht ungefährlich. Auch hier die Warnung, dass solche Experimente nichts für Einsteiger sind! Grundsätzlich reicht aber eine Glasflasche, die mit einer gesättigten Salzlösung gefüllt und mit Alufolie umwickelt wird. Auch eine PET-Flasche funktioniert. Oder man rollt Mülltüten und Alufolien zu einem Wickelkondensator auf. Oder man tränkt über Nacht Bierdeckel in Motoröl um einen Plattenkondensator herzustellen. Wer richtig Wumms braucht, schaltet ein paar Flaschen in Reihe (ein anderes Beispiel).Zu eurer eigenen Sicherheit solltet ihr euch DIESE Infos aber noch mal gut durchlesen. Alles weitere seht ihr im Video oben, das macht der Collin schon ziemlich gut, allerdings auf englisch. Weitere Einsteiger-Videos von ihm: Der Widerstand, die LED, die Spule... Ach, guckt doch einfach alle an: Die "MAKE presents"-Videos gibt's hier als Playlist.
10.12.10
Lego Computer
Der legendäre Mechanismus von Antikythera (MVA) aus Lego - das einzige, was mir dazu einfällt, sind andere analoge Computer. Der "Knowhow-Computer" des WDR Computerclubs zum Beispiel, der eigentlich nur aus einem Blatt Papier und ein paar Streichhölzern besteht. Oder der Selbstbau von Matthias Wandel: Eine binäre Rechenmaschine aus Holz und Murmeln.
Aber im Vergleich zu der Tatsache, dass Menschen der Antike vor über 2000 Jahren derart filigrane und hochkomplizierte Apparaturen gebaut haben ist das natürlich nichts. Man bedenke: 900 n. Chr. wurden in Europa Kerzenuhren als Innovation betrachtet: Kerzen brannten in einer bestimmten Zeitdauer ab - anhand von Markierungen konnte man die Zeit ablesen. Wie primitiv ist das denn im Vergleich?! Und bis dahin sind ja nun immerhin fast 1000 Jahre ins Land gegangen! Die erste gesicherte Verwendung eines Zahnrades wird Heron von Alexandria zugeschrieben - 200 Jahre nach dem MVA. Und die erste präzise, mechanische Uhr baute John Harrison erst zwischen 1713 und 1759 (und löste damit das "Längenproblem", also die exakte Bestimmung des Längengrades)... Ob diese Diskrepanz mit der Zerstörung der Bibliothek von Alexandria (48 v. Chr., umstritten) zusammenhängt? Oder bestätigt es die These vom "erfundenen Mittelalter"? ;-) Merkwürdig ist das jedenfalls.
12.9.10
DIY Touchscreen
Ich könnte mir vorstellen, dass man sogar den Karton weglassen könnte, wenn man den IR- durch einen Tageslichtfilter ersetzt - also durch so ein dunkelrotes Plastikteil, das unten am Fernseher verbaut ist, um die Befehle der Fernbedienung (ungestört) empfangen zu können. Diverse Materialien eigenen sich, um das sichtbare Licht auszusperren: Zum Beispiel alte Disketten :)
Wie auch immer. Auf jeden Fall muss dem Computer nun noch mitgeteilt werden, was er mit diesen Bildern von der WebCam anzufangen hat. Und hier kommt vvvv ins Spiel. Wer sich die Tutorials des o.g. Links angesehen hat, kann wahrscheinlich bald seinen eigenen Code generieren, doch natürlich gibt es - für schnelle Erfolgserlebnisse - auch einen Download (die ".tmp"-Datei einfach in "Touch_demo_3.v4p" umbenennen).
Wer jetzt noch einen Beamer (o.ä.) integriert, kann aus diesem Touch-Screen dann auch ein Touch-Display machen - ähnlich wie es Wii-Großmeister Johnny Chung Lee auf seiner Seite demonstriert (siehe auch dieses Posting).
16.8.10
Wii Hack: Multitouch
12.4.10
DIY Seismograph

Mike Senese sieht zwar aus, als würde er im "Titty Twister" arbeiten, ist aber ein mexikanischer TV-Moderator - spezialisiert auf DIY-Themen (seine Show). Naja, im Grunde gehts wohl darum, möglichst innovative Formen der Zerstörung zu ersinnen. Aber auf dieser, seiner Seite erfährt man immerhin, wie man einen eigenen Seismographen baut - indem man den Bewegungssensor eines MacBook zweckentfremdet zum Beispiel. Andere DIY-Seismographen gibt es hier oder hier (deutsch) oder hier oder hier oder hier zu bestaunen. Allesamt englische Textwüsten, übrigens. Da gefällt mir diese bebilderte Anleitung schon viel besser: Der Mann benutzt ein altes Kassettendeck und umfunktionierte Lautsprecher, um Erschütterungen zu registrieren (kleiner Tipp: Es müssen nicht immer ERDBEBEN sein!). Naheliegende Idee, denn Lautsprecher machen ja nichts anderes, als elektrische Signale in Bewegungen umzusetzen. Und diesen Prozess kann man umdrehen: Die Membranen nehmen Bewegung auf, die Magneten und Spulen machen daraus elektrische Ströme und die werden von der Aussteuerungsanzeige visualisiert.
Natürlich geht's auch einfacher: Mac Laptops haben seit 2006 einen Accelerometer (LIS302DL) an Bord, und SeisMac nutzt ihn für Erschütterungsmessungen. Für iPhone und iPod Touch gibt es iSeimometer. IBM Thinkpads haben so einen Sensor sogar schon seit 2003 eingebaut und für alle anderen gibt es inzwischen USB-Sensoren (zum Beispiel hier). Oder man bastelt sich so etwas selbst, indem man eine USB-Entwicklungsplattform mit diesem Acc/Gyro-Board (Chips: LIS331AL + LPR550AL) bestückt. Ausgelesen werden die Daten zB mit diesem Programm vom Quake-Catcher-Network der Nobeluni Stanford. Dann kann das ganze auch noch an Pachube.com übermittelt werden... :)
28.3.10
Transfer-Folie(n)
Bin gerade darüber gestolpert und total fasziniert: So stellen also zahllose Tätowierer ihre Vorlagen her. Es gibt spezielle Thermofax-Geräte, es geht aber auch mit einem stinknormalen Faxgerät. Naja ganz normal vielleicht nicht. Es muss noch mit Thermopapier abeiten. Und eine Kopierfunktion besitzen. Hab meines gerade weggeworfen #*§$%&! Egal. Dann nimmt man ein Blatt Papier und legt ein Blatt Blaupause, Kohlepapier, Durchpauspapier (oder wie immer man das nennt) darauf. Das ganze kommt in den Papiereinzug. Nun die zu kopierende Zeichnung (spiegelverkehrt!) einlegen und den Prozess starten.
Diese Kopie übertragen Tätowierer nun zB mit etwas Seife oder Ultraschallgel (sieht man zB in diesem Video) auf die Haut. Fertig ist das "Nichtpermanente" Tatoo für einen Sommerabend!
Vielleicht könnte man so auch ein Letraset ("Rubbelbuchstaben") herstellen? Andererseits gibt es ja schon DecalPro fx von Pulsar. Geniale Transferfolie, mit der ein "dry transfer" auf nahezu alle Materialien (!) möglich ist. Von der gleichen Firma: "Fab-In-A-Box", das auf ähnliche Weise die doch recht knifflige Belichtung von Platinenlayouts überflüssig macht. Ausdrucken, transferieren, ätzen, fertig! Eine Bezugsquelle mit weiteren Infos ist der Druckeronkel.
30.1.10
Wegwerf-Sensoren
Ich hab's mal bei den Mysthbusters gesehen: Aufkleber, die Druck, Temperatur, Neigung oder ähnliches messen und protokollieren. Nun bin ich endlich mal über eine Firma gestolpert, die sowas herstellt: ShockWatch hat all diese Dinge im Angebot. Und ich muss jetzt direkt mal gucken, wie diese Aufkleber aufgebaut sind. In Deutschland kann man sowas auch kaufen - zum Beispiel bei Transportcontrol, dem germanischen Ableger/Exklusivimporteur von ShockWatch, glaube ich. Alternative: Tipp-N-Tell. Allerdings sollte man von einem Online-Kauf absehen. Denn diese Sensoren sind... Sensibel! Und deshalb wird der Versand zum Eierlauf. So kostet ein ShockWatch Stoßindikator ca. 3,15 €/Stück (oft verbunden mit einer Mindestmengen-Abnahme), doch der Spezialversand kostet dann gleich mal 37€...
9.10.09
Retrocomputing Musik
James Houston nahm einen Scanner, einen ZX Spectrum, einen Nadeldrucker und zehn alte Festplatten, um „Nude“ von Radiohead zu covern. Unfassbar, auf was für Ideen Retrocomputing-Nerds kommen. Die Faszination der 8Bit-Systeme kann man wohl nur nachempfinden, wenn man (wie ich) damals pünktlich zum Erscheinungstermin vor dem Kiosk stand, um seine neue "Happy Computer" abzuholen *seufz* Diese Gebenedeiten werden auch folgendes Meisterwerk goutieren - von der inzwischen aufgelösten Band "Granddaddys":
Der Video wurde komplett auf einem Apple //+ mit 48K RAM programmiert, in Applesoft, und zwar von Stewart Smith. Man kann auf seiner Seite sogar den Original-Code herunterladen und auf einem Emulator laufen lassen, wie geil ist das denn!
Weitere feste Größen im sogenannten Bitpop: Die Bands "Press Play on Tape" (Dänemark) und "Welle:Erdball" (Deutschland). Letztere kokettieren für meinen Geschmack allerdings etwas zu viel mit dem Fascho-Look (siehe ihrFilmprojekt "Zeitsturm")...

