9.9.10

Augmented Reality II

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Keimzelle des momentanen AR-Hypes ist wohl das ARToolKit von Dr. Hirokazu Kato vom "Human Interface Technology Laboratory" (HIT Lab) der Universität von Washington (bei ARToolworks gibt es die kommerzielle Version). Daraus entstand dann das NyARToolkit, eine Class Library für Java/C#/Android (für Apps wie Layar z.B.) Und seit geraumer Zeit gibt es nun auch eine ActionScript3-Variante für Flash, FLARToolKit genannt. Was ist FLARToolkit? Eine Programmbibliothek für Flash, die mit gängigen 3D-Erweiterungen wie zum Beispiel Papervision3D zusammenarbeitet. So können dann Flash, eine 3D-Engine und eine Webcam zusammen eine virtuelle Realität erschaffen. Guckt mal bei Mikko Haapoja vorbei, der hat ein paar schöne Beispiele gesammelt und gibt auch etwas Starthilfe. Weitere Beispiele gibt es auch in meinem Webcam-Posting. Und schaut euch auch unbedingt dieses Video-Tutorial an. Es ist eines der schnellsten, aber auch eins der besten, die ich je gesehen habe.  

Übrigens: Wer die Flash-Software nicht installiert hat, kann dank wonderFL trotzdem an Augmented-Reality-Demos schrauben, denn wonderFL, ein Online-Flash-Generator, unterstützt nun auch FLART! Nur mal so nebenbei. Für eine volle Packung AR besucht die Seiten des französischen Marktführers: T-Immersion. Hier kommt man echt aus dem Staunen nicht mehr raus.

Indie-Games

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Der Schwede Markus Persson ist ein weiterer Beweis dafür, dass man auch Jahrzehnte nach Atari, C64 und Co mit einem selbst geschriebenen Programm einen gigantischen Knaller landen kann. Während die Spiele-Multis sich mit der Entwicklung von Fortsetzungen und/oder Schlachtplatten begnügen, kommen die wirklich innovativen Ideen ja ohnehin meist aus der Indie-Szene (siehe dazu auch dieses Magazin). Ist ja auch kein Wunder, warten bei solchen Projekten nicht 300 Mitarbeiter auf vier Kontinenten auf ihre Lohntüte. Und so bringt Persson (schwer inspiriert durch das Indie-Game Infiniminer) mit Minecraft ein herrlich altmodisches Sandkasten-Spiel an den Start, das zwar 3D ist, aber trotzdem total pixelig aussieht. Als ob man in ein Spiel der 80er Jahre hineingesaugt worden wäre. Magisch geradezu. So magisch, dass manche regelrecht "auf Mindcraft sind" und die Quader zu unglaublichsten Welten stapeln. Und sich Minecraft-Kostüme schneidern. Nach kurzer Anmeldung kann man diese bewusstseinserweiternde Erfahrung auch gratis auf der Homepage machen (ältere Version). Obwohl die Vorversion gratis und die neue Version noch Beta ist, scheint sich die Sache zu lohnen: Wenn die Daten auf der Webseite stimmen, dann wurden bisher 128.000 Kopien der Beta verkauft, Stückpreis 9,95€ (Finale Version = 20€). Wenn ich das richtig sehe, ist Herr Persson damit Millionär geworden. Gratulation!

8.9.10

Rotgrün im Web

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Keine Bange, es geht nicht um die Webseiten von früher durchaus wählbaren Parteien. Sondern um Anaglyphen. Nachdem ich in diesem alten Posting schon mal auf die faszinierenden Möglichkeiten der guten, alten, Rotgrün-Bilder hinwies, kommt nun der Nachschlag. Schließlich lagen ja vor kurzem der Bild-Zeitung und dem arte-Magazin RG-Brillen bei. Das war nur ein kurzes Vergnügen. Allerdings sind jetzt zwei sehr unterschiedliche Bevölkerungsschichten in der Lage, Anaglyphen zu betrachten (auch wenn eine dieser Schichten das vielleicht gar nicht weiß, hihi). Und im WWW gibt es eine Menge zu betrachten:
Zum Beispiel gibt es mit Swell3D und 3D Manifesto zwei sehr gute Blogs, die nur mit entsprechender Brille Spaß machen. Schon eine simple Google Bildersuche bringt Erstaunliches zutage. Oder man schaut sich diese Diashow* vom "kiwizone" bei flickr an (dort gibt es selbstredend auch eine spezielle Gruppe zum Thema). Und Filme wie den oben gezeigten (von Stefan Voigt, David Shelton und Stefan Weinberg von der FH Mainz), findet man auch durch einfaches googeln. Besonders faszinierend sind aber interaktive stereoskopische Webinhalte. Zum Beispiel die Seite des britischen "Interaction Designers" Paul Neave, auf der man direkt in 3D zeichnen kann! Bitte benutzt nach dem ersten Kritzeln unbedingt die beiden Pfeile am unteren Bildschirmrand - der Effekt ist wirklich grandios. (Weitere Links folgen...)

*(Anm.: Diashows lassen sich mit der Leertaste pausieren...)

Gerade entdeckt: Auch das legendäre Spiel Minecraft hat einen Rot/Grün-Modus! 

6.9.10

Open-Source Satellit

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Woran denken wir beim Wort "OSSI"? Klaro, an die Open Source Satellite Initiative! An Männer wie den südkoreanischen High-tech-Künstler Hojun Song, der sich in allerbester "Do-it-yourself"-Tradition aus relativ günstigen Komponenten (insgesamt knapp 500 Dollar) einen Satelliten gebastelt hat. Basis ist dabei ein Arduino, das Song modifizierte, um es vor der kosmischen Strahlung zu schützen. Dazu kommt eine Solarzelle sowie eine Lithium-Ionen-Batterie. Auf der Außenseite sind vier LED-Lichter angebracht über die  Morsecodes dargestellt werden, die Song an den Satelliten schickt. Erstaunlich: Sie sollen sogar mit bloßem Auge von der Erde aus gesehen werden können. Ein schönes Portrait des Meisters gibt es bei thecreatorsproject, ein PDF mit allgemeinen Infos zum Projekt können geneigte Orbitalforscher bereits von seiner Seite herunterladen. Die genauen technischen Unterlagen sollen bald folgen. Wer ihn unterstützen möchte, sollte seine T-Shirts kaufen, denn: 9969 verkaufte Shirts = 1 Satellit!

1.9.10

WebCams

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Hochauflösende Webcams sind (sehr) bezahlbar geworden: So gibt es HD-Ready-Kameras von Logitech schon ab 27€ (siehe unten). Lange Zeit war die "Pro 9000 Webcam" (NICHT die "Pro 9000 QuickCam"!) das Maß aller Dinge. Carl Zeiss-Glaslinse, Autofokus, nativer 2 Megapixel Sensor (Videos bis 1600 x 1200, dann allerdings interpoliert) und 720p-Modus. Ohne Autofokus, sonst aber identisch (und 20€ billiger), ist die C600. Microsoft hat mit der HD 6000 auch was Feines im Angebot - 720p mit Autofokus für 45€. Nicht viel falsch machen kann man mit der C270 von Logitech: Zur Zeit kostet sie knapp 27€, das ist für 720p-Videos wirklich nicht viel (allerdings ohne AF). Ob wirklich flüssige Aufnahmen in 720p möglich sind, darf allerdings bezweifelt werden: Logitech spricht auf seiner Webseite nur von VGA (640x480) mit 30 Bildern pro Sekunde.




Dennoch: So eine HD-Cam ist unbedingt erstrebenswert. Zum Beispiel, um einen DIY-Laserscanner zu basteln. Oder für Motion-Tracking (-Capture?) ohneIR-Marker. Es gibt aber noch eine ganze Reihe von netten Anwendungsmöglichkeiten. Man könnte zum Beispiel: