10.4.10

Styropor Kunst

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Die "Pietà", also die Darstellung Marias mit dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus, ist in der Bildhauerkunst seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlich & zählt zu den erfolgreichsten Bildfindungen des Mittelalters. Nun gibt es dieses Motiv auch mit Super Mario und Prinzessin Peach und das sogar "in Echt" und Übergröße! Dem polnischen Designer Kordiana Lewandowskiego sein Dank (schöne Flash-Homepage, übrigens). Er schnitzte die Statue aus einem Riesenblock Styropor, was mich dazu bringt, auf mein Posting zu verweisen, in dem ich die Herstellung eines Styropor- bzw. Schaumstoff-Schneiders beschreibe.

8.4.10

Pixels by Patrick Jean

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Sensationelles Video aus Frankreich, das ein wenig an den Clip von Röyksopp erinnert und sicher auch von den Farbrausch Demos (speziell von diesem 200KB Meisterwerk) inspiriert wurde. Man beachte die Details (und meinen zurückliegendes Posting zum Thema Pixel)!

Moleskine Look

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Die letzten Jahrzehnte hatten außer Remix und Retro stilistisch ja nicht viel zu bieten. Das einzige, das mich nach Art Deco und dem Design der 70er Jahre fasziniert, ist der, ja wie heißt sowas eigentlich? Moleskine-Look? Irgendwie alles durcheinander, aber doch mit System, irgendwie. Und schöne, neue, schlichte Dinge mit alten Materialien kombinieren. Keine Kunstrichtung, zugegeben. Aber immerhin ein schön anzusehen, nach (?) dem unsäglichen 80er Jahre Revival. Dieser chinesische (?) flickr-User (s.o.) arbeitet im Bereich Shopdesign (glaube ich) und hat ein paar schöne Fotos zum Thema im Angebot. Hm. Wenn ich's mir recht überlege, ist es doch nur wieder Retro und nichts Neues...

28.3.10

Transfer-Folie(n)

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Bin gerade darüber gestolpert und total fasziniert: So stellen also zahllose Tätowierer ihre Vorlagen her. Es gibt spezielle Thermofax-Geräte, es geht aber auch mit einem stinknormalen Faxgerät. Naja ganz normal vielleicht nicht. Es muss noch mit Thermopapier abeiten. Und eine Kopierfunktion besitzen. Hab meines gerade weggeworfen #*§$%&! Egal. Dann nimmt man ein Blatt Papier und legt ein Blatt Blaupause, Kohlepapier, Durchpauspapier (oder wie immer man das nennt) darauf. Das ganze kommt in den Papiereinzug. Nun die zu kopierende Zeichnung (spiegelverkehrt!) einlegen und den Prozess starten.

Diese Kopie übertragen Tätowierer nun zB mit etwas Seife oder Ultraschallgel (sieht man zB in diesem Video) auf die Haut. Fertig ist das "Nichtpermanente" Tatoo für einen Sommerabend!

Vielleicht könnte man so auch ein Letraset ("Rubbelbuchstaben") herstellen? Andererseits gibt es ja schon DecalPro fx von Pulsar. Geniale Transferfolie, mit der ein "dry transfer" auf nahezu alle Materialien (!) möglich ist. Von der gleichen Firma: "Fab-In-A-Box", das auf ähnliche Weise die doch recht knifflige Belichtung von Platinenlayouts überflüssig macht. Ausdrucken, transferieren, ätzen, fertig! Eine Bezugsquelle mit weiteren Infos ist der Druckeronkel.

Siebdruck

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Eine sehr schöne Anleitung: Siebdruck/Textildruck für Schwachmaten (Original leider inzwischen nicht mehr verfügbar. Aber zum Glück gibts Archive.orgs Wayback Machine!) Theoretisch reichen Mückennetz und Holzrahmen aus dem Baumarkt plus Photopolymer (siehe dieses Posting) und eine beliebige Farbe, um in die Siebdruckproduktion einzusteigen. Aber je besser das Material, desto besser das Produkt. Also sollte man beim Netz (Sieb) auf die richtige Fadenzahl achten (Fertigprodukte haben zB 28 Fäden pro cm in Kettrichtung und 30 in Schussrichtung) und auch beim Bau des Rahmens sorgfältig arbeiten.

Alternativen zum selbst aufgetragenen Photopolymer wären: Thermofax (eine fertige Folie, die auf Wärme reagiert, kann man zB hier kaufen) oder EZScreenPrint (lichtsensitiv, aber bereits fertig beschichtet, wie die UV-Platten zur Platinenherstellung). Bei Youtube gibt’s selbstverständlich eine Anleitung.

Nicht zu Verwechseln ist das Photopolymer übrigens mit der Photoemulsion: Mit ihr können Fotos auf (fast) beliebige Oberflächen belichtet werden. Es ist im Grunde die gleiche Chemikalie, die auch auf herkömmlichen Fotosabzügen (nicht Digitaldruck, versteht sich) benutzt wird, nur in flüssiger Form. Was man damit alles anstellen kann, erfahrt ihr auf der Seite von www.alternativephotography.com.